Exkursion der 12b zu den Duckdalben am 21.02.2025

 

Am 21.02.2025 haben wir, das Kunstprofil 12b (Herr Wolff), zusammen mit Till Krause eine Exkursion im Rahmen unseres Projektes mit WE ARE OCEAN und dem Kunsthaus Hamburg unternommen. Das Ziel war die internationale Seemannsmission Duckdalben. Der Tagesplan war, mit der Fähre zum Anleger Waltershof zu fahren, von hier aus zu den Duckdalben zu spazieren und dort eine Führung von John, einem ehrenamtlichen Mitarbeiter, zu bekommen. Wir hatten die Aufgabe, Fotos von Sachen zu machen, die uns auf dem Hin- und Rückweg ins Auge springen. 

Begonnen hat die Exkursion um 12 Uhr bei den Landungsbrücken, von wo aus wir mit der Fähre zum Anleger Waltershof getuckert sind. Die Fahrt war auf dem Deck zwar kälter als gedacht, doch sie hat sich gelohnt, weil man einen schönen Ausblick auf den Hafen und die Stadt sowie die Köhlbrandbrücke hatte. Danach sind wir am Anleger Waltershof ausgestiegen und weiter in Richtung Duckdalben spaziert. Auf dem Weg gab es viel zu entdecken und zu erkunden. Wir haben kritische Sticker neutralisiert, bzw. überklebt, haben interessant aussehenden Müll entdeckt und Docks erkundet. Wir haben alte Spuren von Graffitisprayern gefunden und selbst Spuren hinterlassen, indem in das Moos an einem Fluttor gekratzt wurde. 

Kurz bevor wir bei den Duckdalben angekommen sind, wurden wir von zwei männlichen Polizisten angesprochen, was wir hier tun würden. Jemand hatte sie informiert, dass eine größere Gruppe von Menschen unterwegs sei und Fotos machen würde. Vermutlich ist es in diesem Teil des Hafens eher etwas ruhiger und ein unüblicher Ort für Ausflüge.  Zwischendurch haben wir eine schnelle Mittagspause in einem Laden gemacht, wo es von Kosmetik über Klamotten bis hin zu Souvenirs und Snacks so gut wie alles gab. Dieser Laden in der Nähe des Clubs bietet vieles an, was die Seeleute auf dem Wasser brauchen. Speziell Seeleute, die nur einen kurzen Aufenthalt an Land und nicht genug Zeit haben in die Stadt zu fahren. Allerdings ist der Laden sehr teuer. Wir sind dort eingekehrt und haben uns von Instant-Nudeln und Cola ernährt.

Wir haben ältere Duckdalben fotografiert, jedoch ist uns erst später aufgefallen, dass sie so heißen und der Seemannsclub nach ihnen benannt ist. Duckdalben sind hölzerne Pfähle, welche fest im Boden verankert sind. Sie dienen in erster Linie als Befestigung und Anlegemöglichkeit für Schiffe und strahlen eine gewisse Sicherheit aus. Die Seemannsmission ist ein Ort für Seeleute, die auf ihrer Reise in den Hamburger Hafen einkehren und sich dort kostenfrei und für unbegrenzte Zeit aufhalten können. Der Club besteht aus ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und wird von Spenden finanziert. Leider haben wir erfahren, dass der Club aufgrund von fehlenden Spenden „von seiner Existenz bedroht ist“, genau wie die Meerestiere. Dort sind alle willkommen, die Organisation ist sehr menschenfreundlich und human eingestellt.

Bei unserer Ankunft wurden wir herzlich von einem Mitarbeiter begrüßt und haben von ihm eine Führung bekommen. Wir haben von ihm erfahren, wie das Leben eines Seemanns aussehen kann und welche Nachteile es mit sich bringt. Seeleute sind oft über Monate mit dem Schiff unterwegs, unter schlechten Arbeitsbedingungen und wenig Schlaf in einer kleinen Koje, weg von der Familie. Auf dem Schiff hat man wenig Möglichkeiten und kaum Platz für Sport oder andere Freizeitaktivitäten. Der Club verfügt daher über alles, was den Seeleuten auf ihrem Schiff fehlt. Früher gab es Telefonzellen, wo man Kontakt mit der Familie aufnehmen konnte. Es gibt außerdem einen großen Aufenthaltsraum wo man sich entspannen kann oder, was aufgrund des festen Bodens auch nur da möglich ist, eine Runde Billiard spielen kann. Ebenfalls gibt es einen Gebetsraum, in dem man von verschiedensten Religionen einen kleinen Altar vorfinden kann. Zwei süße Katzen haben im Duckdalben auch ihr Zuhause gefunden. Im Allgemeinen waren im ganzen Gebäude an Decken und Wänden Gegenstände aus aller Welt vorzufinden, die die Seeleute dort hinterlassen haben. An den Decken hingen unzählige Rettungsringe mit Unterschriften von Besatzungsmitgliedern, kleine Statuen waren überall verteilt, Fotos von verschiedensten Seemännern und Seefrauen und noch vieles mehr.

Unser persönliches Highlight war definitiv die Unmengen an Schokolade, die dort monatlich verkauft wird, weil diese als Luxusgut gerne mit auf Reisen oder als Mitbringsel gekauft wird.

Die Exkursion zu der Seemannsmission hat unser Projekt sehr inspiriert. Ähnlich wie die Duckdalben es für Seeleute tun, planen wir einen künstlerischen Zufluchtsort für Meeres-/Flusstiere zu schaffen.